Worum geht es?

Was sind denn Klimasiedler? Genau das hat sich der Förderverein der Berufsschule in Schwerin gefragt und in der Projektwoche durchgespielt. Denn bei LOSLEGEN mit Leuten war das eine neue Art, sich mit Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimakrise zu beschäftigen. Die Meinung der Schüler:innen war eindeutig: es bleibt hängen.

Interaktiv und rollenbasiert schlüpfen die Schüler:innen bei diesem Spiel (ähnlich wie bei „Siedler von Catan“) in Familien, die zunächst nach Rohstoffen, Konsumgütern und schließlich nach Wohlstand streben. Das geht nicht ohne viele Treibhausgase auszustoßen und die Klimakrise weiter voranzutreiben. Schließlich müssen alle Familien zusammen auf einer Klimakonferenz nach gemeinsamen Lösungen suchen und Regeln für das Weltklima finden.

Planspiel Klimasiedler

Zu Beginn werden die Schüler:innen in sogenannte „Familien“ zufällig eingeteilt. An Stationen müssen sie gemeinsam Aufgaben bewältigen, für die sie Rohstoffe erlangen. Mit diesen Rohstoffen kaufen die Familien Gebäude, Autos, Kleidung etc., um Wohlstands­punkte zu erhalten – allerdings bekommen sie zwangs­läufig auch Schadstoffpunkte. Die Schadstoffpunkte formen einen CO2-Turm. Fällt dieser um, kommt es zu einer Klimakatastrophe, bei der alle Familien Wohlstandspunkte verlieren. Gewonnen hat am Ende die Familie mit den meisten Wohlstandspunkten.

Zusammenhänge Erkennen

Entscheidend bei dem Spiel ist die Abwägung zwischen dem Streben nach Wohlstand und dem einhergehenden Schaden, den man mit der Lebensweise entstehen lässt. Allerdings können die Schüler:innen bei ihrem Konsum auch klimafreundliche Technologien wie Photovoltaik oder Fahrradmobilität einsetzen, die keine Schadstoffpunkte erzeugen. Als Akteure lernen sie, welche Herausforderungen klimagerechtes Handeln und marktwirtschaftliche Selbstverwirklichung mit sich bringen.

Was ist noch geplant?

Die Schüler:innen haben wirklich losgelegt und sich auf das Planspiel eingelassen. Durch ihre Interaktionen in den Rollen konnten sie sich selbst die Zusammenhänge in der Klimakrise erspielen. Dabei standen die Klimasiedler nicht allein in der Projektwoche an der Schule. Mit „Essbares Schwerin“ konnten sie darüberhinaus das Potenzial einer pflanzenbasierten Ernährung kennenlernen. Der Schulförderverein nimmt diese Erfahrung in weitere Projektwochen mit und gibt auf diese Weise Klimabildung an die Schüler:innen weiter.

Ein Korb und zwei Erläuterungsschilder auf einem Tisch
Kleine Holztruhe mit dunkeltürkiser Schleife
Tischfußballspiel mit Tischtennisball
Verteilte, bunte Bauklötze auf einem Tisch