Worum geht es?

Ein Klostergarten weiß über Generationen hinweg, welche Pflanzen besondere Eigenschaften aufweisen. Und das nicht nur bei Kräutern, sondern ebenso bei Bäumen – wie der Esskastanie. Grund genug für die Arbeitsgemeinschaft Klostergarten des Klostervereins Doberan, viele Menschen im Rahmen von LOSLEGEN mit Leuten zu versammeln, um eben diese Bäume zu pflanzen. Auch Regen und Wind konnte diesem Vorhaben nichts anhaben, sodass schließlich die jungen Bäume standen und sie über weitere Generationen wachsen sowie ihre Früchte im Schatten des Klosters teilen können.

Klimabaum Esskastanie

Die Ess- oder Edelkastanie war bereits in der Landgüterverordnung (Capitulare de villis) im späten 8. Jahrhundert aufgeführt. Ihre Früchte, die Maronen, sind reich an Kalium, Vitamin C und Ballaststoffe. Im Gegensatz zur Rosskastanie kann sie gut mit Wärme sowie trockenen Böden umgehen und kann daher als Klimabaum gelten.
(Foto: AG Klostergarten des Klostervereins Doberan)

Bäume pflanzen Gemeinsam

Unter Anleitung von Edgar Bartel (li.), Obstbaumfachmann und Naturparkranger des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, konnten viele engagierte Hände die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Baumpflanzung schaffen. Zuerst huben sie die Grube aus, bereiteten die Erde auf, setzen die Baumpfähle und brachten schließlich den Jungbaum in die Erde. Das regnerische Wetter trug seinen Teil dazu bei, dass das erste Bewässern zügig erledigt war.

Was ist noch geplant?

Die Pflanzungen sind Teil des Engagements der AG Klostergarten für einen lebendigen Ort in Bad Doberan, der den Menschen vor Ort ganz augenscheinlich zeigt, wie sie ihre Umgebung vielfältig und nachhaltig gestalten können. Mit der Verantwortung für die regelmäßige Pflege des Gartens durch viele Schultern entsteht ein gemeinsamer Ort, der Klimaschutz und Klimabildung vereint.

Gruppe von Menschen buddelt in der Erde
Informationstafel über die Edelkastanie
Ein Hochbeet mit Pflanzen vor einem Fachwerkhaus
Menschen stehen auf einer grünen Wiese