Die schöne Landstadt im Norden der Sternberger Seenlandschaft ist bekannt für ihre Naturnähe. Die Bienenstraße führt durch Brüel und der Naturerlebnispfad gibt spielerisch Einblick in die Zusammenhänge unserer Umwelt. Was lag da nicht näher, in diese Umgebung klimaresiliente Laubbäume zu pflanzen? Das dachte sich auch der ansässige Kunstverein Salve e.V. bei LOSLEGEN mit Leuten.
Die Bäume waren geplant als Lückenpflanzung am bestehenden Bienen-Baum-Lehrpfad mit der Perspektive, das lokale Mikroklima zu verbessern, CO2 zu binden und Bestäuberinsekten und weitere Artenvielfalt zu fördern. Sie dienen als dauerhafte Ergänzung des Naturerlebnispfads und tragen so langfristig zur Klimaanpassung im Stadtgebiet bei. Durch ihre besondere Lage entsteht ein zusätzlicher pädagogischer Wert für Besuchende, Schulen und Naturinteressierte.

In der Region Westmecklenburgs gibt es drei Naturerlebnispfade. Der Klimabeitrag von Salve e.V. entstand entlang eines 2 Kilometer langen Pfads, der am Alten Friedhof in Brüel startet. Dort gibt es 11 Stationen, an denen Kinder spielerisch die Umwelt erforschen und Aufgaben bewältigen können. Zwei neu gepflanzte Winterlinden mit einer Holzbank zum Ausruhen in ihrer Mitte dienen als neue Station auf dem Rundweg.

Leute haben angepackt, um diesen Klimabeitrag zu realisieren. Neben dem treibenden Kunstverein Salve e.V. waren der Umweltausschuss der Stadt und der Bauhof von Brüel maßgeblich daran beteiligt, die Bäume zu pflanzen, mit dem nötigen Verbissschutz zu versehen und so den Teil des Pfades aufzuwerten. Das Ergebnis ist eine gelungene Kooperation zwischen Akteuren in der Stadt, die die Sicht auf Klima- und Naturschutz stärken wollen.
Der Verein setzt sich mit dieser Aktion dafür ein, das Angebot vor Ort für Umweltbildung zu erweitern. Auch für einen Kunstverein ist dieses Engagement mit seinen Mitgliedern eine gute Gelegenheit zu zeigen, was für ein Querschnittsthema der Klimaschutz darstellt. Die beiden Linden sind für alle Besuchenden ganz konkret zu erleben und werden die nächsten Jahre zu einem festen Bestandteil des Naturerlebnispfades heranwachsen. Wer zwischen ihnen auf der Holzbank Platz nimmt, wird erkennen, was Brüel alles zu bieten hat.