Unzählige Moore gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. In vernässtem Zustand können sie Unmengen an Kohlenstoff speichern und Sauerstoff spenden – sie sind aber noch mehr. Das zeigten engagierte Menschen am 28. Februar 2026 beim Lichterfest am Rahmannsmoor in Krakow am See. Zur Einweihung von zwei neuen Informationstafeln direkt am Wanderweg machten sie die Bedeutung der Moore sichtbar.
Es ist Teil der Initiative Mein Klimaretter: Moor vor Ort. Sie stellt eine Kooperation zwischen dem Förderverein des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und der Klimastiftung MV dar.

Der Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, André Konsolke, ließ es sich in Vertretung des Ministers nicht nehmen, die besondere Gemeinschaft zu würdigen, die die letzten drei Jahre im Rahmannsmoor wirkte. Das Zusammenspiel aus Kommune, Naturpark, Vereinen, Stiftungen und engagierten Einzelpersonen sei ein wunderbares Beispiel, wie Dinge im Land funktionieren können.

Während der Winterferien bastelten Hortkinder aus Krakow am See fleißig an Laternen für das Lichterfest. Die gut 40 Teilnehmenden konnten so aus einem bunten Strauß an Mustern und Farben wählen. Sie bereicherten den Spaziergang durchs Moor, wo sich an verschiedenen Stationen die Bedeutung des Moores, der Wasserstand und die Herausforderungen anschaulich zeigten.

Nigelnagelneue Informationstafeln zieren seit Neuestem den Wanderweg am Rahmannsmoor. Beim Lichterfest konnten die Teilnehmenden die beiden Tafeln einweihen und ihnen viele Fakten und die Geschichte des Moores entnehmen. So gibt es auf der beliebten Jogging- und Hundeauslaufstrecke im Vorübergehen lokale Klima- und Umweltbildung.
Das Lichterfest am Rahmannsmoor brachte Menschen zusammen, die sich informieren wollten, die selbst schon Hand bei der Revitalisierung anlegten, die begeistert von dem gemeinschaftlichen Handeln vor Ort waren – oder die einfach nur zusammen mit anderen in der Gemeinde diesen wunderbaren Naturraum feiern wollten. Denn eines stand für die Teilnehmenden fest: ein Moor zu haben, hat viele Vorteile, auf die man stolz sein kann: eben Lebensraumgeber, Sauerstoffspender, Wasserfilter, Kohlenstoffspeicher, Klimaanlage, Identitätsstifter und Ort der Offenheit sein.